Kurze Geschichte der englischen Sprache

 

A.  Allgemeines

Englisch gehört zu dem westlichen Zweig der germanischen Sprachen, einer Unterfamilie der indogermanischen Sprachen. Am nächsten verwandt ist es mit dem Friesischen, in geringerem Maß mit der niederländischen Sprache  (Holländisch-Flämisch), den plattdeutschen Dialekten und schließlich mit dem modernen Hochdeutsch.

Die Entwicklungsgeschichte des Englischen teilt man in drei Abschnitte:


B. Entwicklung der  Grammatik

Von grundlegender Beurteilung für die Eingruppierung einer Sprache ist die Frage, ob es sich um eine flektierende Sprache handelt.

1.  Begriff: Flexion

Wegen der großen Bedeutung des Begriffs für die gesamte Linguistik und die folgenden Darlegungen sei das Wesen der Flexion kurz dargestellt:

Unter Flexion (Beugung) versteht man die Abwandlung eines Wortes im Hinblick auf seine Funktion im Satz. - Flexion  ist der Oberbegriff für die

Man unterscheidet zwischen

Die meisten modernen indogermanischen Sprachen besitzen die Fähigkeit zur inneren Flexion durch Ablaute  (Vokalveränderung) und zur äußeren Flexion (Affixe). Häufig finden sich beide Möglichkeiten in einem Wort (z.B. im Deutschen Männer von Mann). Die innere Flexion ist besonders  typisch für die semitischen Sprachen (z.B. Arabisch).

Dagegen ist z.B. Chinesisch ein typisches Beispiel für eine nicht flektierende (d.h. isolierende) Sprache.

 
2.   Verlust der Flexion im Englischen

Das Englische entsprach vor etwa 1000 Jahren strukturell ungefähr dem Deutschen. Es war insbesondere eine genauso stark flektierende Sprache wie das Deutsche und sämtliche weiteren indoeuropäischen Sprachen, wobei die indogermanische Grundsprache die komplexeste Flexion aufwies.

Das Englische hat jedoch in den letzten 1000 Jahren (seit der Invasion durch die Normannen im Jahr 1066) eine interessante, in der Welt einzigartige Entwicklung genommen: Es hat sich nämlich zwischen diesen beiden Extremen

Indoeuropäisch als Musterbeispiel einer stark flektierende Sprache mit Hunderten von Flexionsendungen und überwiegend mehrsilbigen Wörtern einerseits, und
Chinesisch als typisches Paradebeispiel einer isolierenden Sprache ohne jede Flexion und ausschließlich einsilbigen Wörtern anderseits

von einem Extrem zum Anderen entwickelt. Es steht heute – vom Sprachtyp her gesehen – dem Chinesischen wesentlich näher als den europäischen Sprachen.

Im Lauf ihrer Entwicklung hat das Englische (wie zahlreiche indogermanische Sprachen, z. B. das Französische und vor allem das Dänische) also seine flektierten Formen stark abgeschwächt und zum allergrößten Teil ganz verloren.

Dabei haben zum einen

 die Wortstellung im Satz (die z.B. im Lateinischen frei war und heute im Englischen gebunden ist), sowie
 zahlreiche Hilfsverben (z.B. will, shall, can, may, have, be – wollen, sollen, können, mögen, haben, sein)

die Aufgabe der Flexionsformen (insbesondere bei der Konjugation) übernommen.

Diese Hilfsverben tragen nur noch wenige Merkmale ihrer Wortklasse (Verben). So hat z.B. keines mehr die Endung -s der 3. Pers. Sing. Präsens, wie es sich für ein ordentliches Verb gehören würde. Sie werden im Grunde nur noch wegen ihrer Vergangenheit „Verben“ genannt, sind aber eigentlich längst Partikeln.


3. Vergleich mit dem Chinesischen

Inzwischen ist der Verlust der Flexion im Englischen weitgehend abgeschlossen. Heute ähnelt das Englische von seiner Struktur (nicht vom Wortschatz, usw.) her mehr dem Chinesischen – dem Musterbeispiel für eine nicht flektierende Sprache – als dem Deutschen und anderen germanischen und indogermanischen Sprachen, mit denen das Englische äußerst nah verwandt ist.

So hat die Auszählung von Wörtern beliebiger Texte in verschiedenen europäischen Sprachen folgendes Ergebnis erbracht:

Sprache – Anzahl der Wörter – davon einsilbige Wörter – Prozentsatz der einsilbigen  Wörter

Englisch: 139 – 124 – 90

Isländisch: 138 – 100 – 73

Deutsch: 135 – 100 – 74

Französisch: 121 – 78 – 64

Latein: 92 – 26 – 28

 

Das Chinesische als das Musterbeispiel einer monosyllabischen (d.h. einsilbigen) Sprache besteht praktisch nur aus einsilbigen Wörtern und hat überhaupt keine Flexion .Aufgrund des weitgehenden Flexionsverfalls in den letzten 1000 Jahren ist das Englische dem Chinesischen immer ähnlicher gewordenen und auf dem besten Weg zu einer monosyllabischen Sprache

Folgende 4 Merkmale begünstigen diese Entwicklung:

Der englische Wortschatz ist somit auf dem besten Weg, wie das Chinesische ein Wortschatz von Partikeln zu werden, nachdem auch im Englischen – je nach dem Zusammenhang und ganz anders als im Deutschen (vgl. soeben) – derselbe Wortstamm bereits heute die einzige Form eines Verbs, die einzige Flexion eines Substantivs oder ein flexionsloses Adjektiv sein kann. 

Von seiner Struktur her steht das Englische also einer grundverschieden anderen Sprache (dem Chinesischen) heute wesentlich näher als einem seiner engsten Verwandten, dem Deutschen. – Es ähnelt heute (nach nur 1000 Jahren Entwicklung) mehr einer Sprache, mit der es ursprünglich nicht, aber auch gar nichts gemeinsam hatte (die beiden Sprachen sind im übrigen so unterschiedlich, wie sie unterschiedlicher nicht sein können).

Der Flexionsverlust hatte natürlich (zwangsläufig) einen Verlust an Kompaktheit zur Folge, weil z.B. im Lateinischen eine Wortendung (Flexion) gleichzeitig 4 - 5 verschiedene Informationen enthalten kann. So weist die wörtliche englische Übersetzung von lateinischen Sätzen häufig 2 – 3 mal so viele Wörter auf wie das Original.

Andererseits – und dies war wohl entscheidend für die Entwicklung vom flektierenden zum isolierenden Stil – vereinfacht der Flexionsschwund die Grammatik einer Sprache ganz erheblich. So sind die wenigen flektierten Formen eines englischen Verbs sehr schnell zu lernen, verglichen mit den bis zu 249 verschiedenen Formen eines griechischen Verbs.


C. Wortschatz

1. Heutige Zusammensetzung

Die englische Sprache hebt sich nicht nur wegen der in den letzten 1000 Jahren stark vereinfachten Grammatik deutlich von den übrigen europäischen Sprachen ab. Auch der Wortschatz unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung stark von anderen vergleichbaren Sprachen.

Das vollständigste englische Wörterbuch, das Oxford English Dictionary enthält etwa 500 000 Wörter. Man schätzt jedoch, daß der heutige englische Wortschatz mehr als eine Million Wörter umfasst. Dazu gehören Ausdrücke aus dem Slang und den Dialekten sowie Fachbegriffe aus den Naturwissenschaften und der Technik, die häufig erst seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verwendet werden.

Dieser große Umfang des englischen Wortschatzes erklärt sich aus den ständigen Entlehnungen aus allen anderen wichtigen europäischen Sprachen, insbesondere Latein, Griechisch, Französisch und den skandinavischen Sprachen, aber auch bei zahlreichen unbedeutenderen Sprachen

Mehr als die Hälfte aller Wörter, die man in einem guten englischen Wörterbuch findet, stammen aus dem romanischen Wortschatz. Nur knapp die Hälfte der englischen Wörter sind germanischen (altenglischen und skandinavischen) Ursprungs.

Es mag überraschen, daß gut die Hälfte der Wörter aus dem romanischen (französischen und lateinischen) Wortschatz stammt. –
Allerdings sind sie nur mengenmäßig in der Mehrzahl. Die am häufigsten gebrauchten Wurzelwörter (also praktisch die Schlüsselwörter der Sprache) sind germanisch.

Einheimisch sind insbesondere

Aus diesen Gründen kann es nie gelingen, Englisch zu schreiben oder zu sprechen, ohne einheimische (d.h. germanische) Wörter zu gebrauchen. Wohl aber umgekehrt.

Da die schriftliche Wiedergabe des Englischen (vor allem aus den beiden folgenden Gründen) phonetisch nicht exakt ist, gilt die englische Rechtschreibung als relativ schwierig.

Zum einen hat sich die Schreibweise der Wörter weniger gewandelt als ihr Klang. So wurde z. B. das heute nicht gesprochene k in knife ebenso wie das gh in right ursprünglich ausgesprochen.

Zum anderen wandte man verschiedene Rechtschreibkonventionen, die von ausländischen Quellen übernommen wurden, weiterhin an. So wurde z. B. erst im 16. Jahrhundert aufgrund der Autorität des lateinischen Ursprungswortes dubitare das b in doubt (vorher doute geschrieben) eingefügt.

Die Diskrepanz zwischen Schreibweise und Aussprache ist am deutlichsten an den sechs verschiedenen Lautwerten der Buchstabengruppe ough zu erkennen: bough, cough, thorough, thought, through und rough. Das Schriftbild stammt aus einer Zeit, als das gh einen im Rachen gebildeten Reibelaut wiedergab, der in allen sechs Wörtern zu hören war.

Weitere offensichtliche Inkonsequenzen sind in den 14 verschiedenen Schreibweisen des Lautes sch zu finden: z. B. in anxious, fission, fuchsia und ocean.

2. Die altenglische Periode („angelsächsisch“), ca. 449 – 1066 n.Chr.

Britannien war von seit der Besiedlung durch die Indogermanen (etwa im 4../3. Jahrtausend vor Chr.) bis ins 5. Jahrhundert nach Chr. von keltischen Stämmen (vor allem Briten) bewohnt, die einen keltischen Dialekt des Indogermanischen sprachen.

Im 5. Jahrhundert drangen germanische Stämme (Angeln, Sachsen und Jüten) aus dem heutigen Süddänemark und Norddeutschland in Britannien ein, die Altenglisch, also eine Variante des Westgermanischen, sprachen. Als erstes kamen im Jahr 449 die Jüten, die sich in Kent, dem südlichen Hampshire und auf der Isle of Wight niederließen, dann die Sachsen, die südlich der Themse siedelten, und die Angeln, die sich im übrigen England bis hinauf zum Firth of Forth niederließen. Die einheimischen, Keltisch sprechenden Stämme (allen voran die Briten) wichen nach Norden und Westen aus.

Im Lauf der Zeit entfernte sich das Altenglische, das die germanischen Eroberer mitgebracht hatten, immer mehr von den auf dem Kontinent gesprochenen Formen, wobei sich regionale Dialekte entwickelten. Im 9. Jahrhundert setzte sich schließlich einer der Dialekte in der Prosa durchgesetzt, zum Teil durch den Einfluß des Königs Alfred, der als erster über ganz England herrschte.

Das Altenglische war eine stark flektierende Sprache mit vielen Besonderheiten.

So bspw. starken und schwachen Verben, zweierlei Numerus für Pronomina (z. B. eine Form für „wir beide”, eine andere für „wir”), zwei Deklinationen für Adjektive, vier Deklinationen für Substantive und grammatisches Geschlecht. Aufgrund der Flexion bestand zwangsläufig  eine größere Freiheit im Satzbau, als es heute der Fall ist. Es gab zwei Zeiten: Präsens/Futur und Präteritum.

Während das Altenglische viele Möglichkeiten der Wortbildung besaß, hatte es ein eher dürftiges Vokabular.

Es entlehnte einige wenige Eigennamen aus der Sprache der besiegten Kelten, darunter vor allem solche, die geographische Besonderheiten bezeichnen, z. B. Aberdeen („Mündung des Flusses Dee”) und  Inchcape („Kap der Insel”).

Sprachwissenschaftler nehmen an, daß nur zehn gebräuchliche Substantive des Altenglischen keltischen Ursprungs sind, darunter bannock, cart, down und mattock. Vermutlich waren noch andere keltische Wörter, die nicht in der Literatur überliefert sind, zur altenglischen Zeit im Umlauf, die meisten neuenglischen Wörter keltischen Ursprungs wurden jedoch vor verhältnismäßig kurzer Zeit aus dem Walisischen, dem schottischen Gälisch oder dem Irischen entlehnt.

Die Zahl der (häufig aus dem Griechischen abgeleiteten) lateinischen Wörter, die in der altenglischen Periode übernommen wurden, wird auf 140 geschätzt. Einige kamen wahrscheinlich aus dem Keltischen in das Altenglische, andere mit den germanischen Eroberern, die vorher mit der römischen Kultur in Berührung gekommen waren. Die weitaus meisten lateinischen Wörter wurden durch die Verbreitung des Christentums eingeführt; dazu gehören nicht nur der religiöse Wortschatz im engeren Sinn, sondern auch viele andere Wörter mit allgemeinerer Bedeutung.

Die Nordländer oder auch Wikinger, die Britannien periodisch ab dem späten 8. Jahrhundert bedrängten, hinterließen ungefähr 40 skandinavische (altnordische) Wörter. Zuerst waren es nur Begriffe aus Seefahrt und Militär, kurz nach den ersten Eroberungen aber auch aus dem skandinavischen Gemeinwesen und der Verwaltung (z. B. das Wort law). Daneben wurden auch die Verbform are und so gebräuchliche Wörter wie take, cut, both, ill und ugly übernommen.


3. Die mittelenglische Periode, 1066 – 1500 n.Chr.

Zu Beginn der mittelenglischen Periode (die mit der normannischen Eroberung im Jahr 1066 einsetzte) war die Sprache noch flektierend, während an ihrem Ende die Beziehung unter den Satzgliedern stattdessen durch die Wortstellung geregelt wird.

Zu Beginn der mittelenglischen Periode wurde eine Reihe von Wörtern des Alltagsvokabulars aus dem Altnordischen übernommen,z. B. egg, sky, sister, window und get.

Durch die Normannen vergrößerte sich der Wortschatz noch weiter. Bereits vor 1250 hatte das Englische etwa 900 neue Wörter aufgenommen.

Dabei handelte es sich in der Hauptsache um Wörter wie baron, noble und feast, die von den unteren angelsächsischen Schichten für den Umgang mit den normannisch - französischen Adligen benötigt wurden.

Schließlich führten der normannische Adel und der Klerus französische Wörter aus den Bereichen Regierung, Kirche, Militär, höfisches Leben, Künste, Wissenschaften und Medizin ein.

Weitere Auswirkungen, die die normannische Eroberung auf die englische Sprache hatte, waren die Einführung der karolingischen Schrift und Veränderungen in der Rechtschreibung. Die normannischen Schreiber schrieben das altenglische y als u und û als ou. Cw wurde zu qu, hw zu wh und ht zu ght.

Während dieser sprachlichen Veränderungen bestanden die mittelenglischen Dialekte weiter. Auf sie zurückgehende Dialekte werden sogar noch im 20. Jahrhundert gesprochen. So ist das Schottische der Lowlands z. B. die Weiterentwicklung des nordenglischen Dialekts.


4. Die neuenglische Vokalverschiebung

Der Übergang vom Mittel- zum Neuenglischen ist gekennzeichnet durch entscheidende Veränderungen in der Aussprache der Vokale, die im 15. und 16. Jahrhundert auftraten.

Es handelt sich dabei um eine Verschiebung in der Vokalartikulation, die sich aus der Position der Zunge und der Lippen ergibt.Die Vokalverschiebung veränderte die Aussprache von 18 der 20 Vokale und Diphthonge des Mittelenglischen.

Dagegen blieb die Rechtschreibung unverändert. Sie wurde vielmehr durch die Verbreitung des Buchdruckes in England seit circa 1475 noch weiter konserviert. (Im Allgemeinen war die mittelenglische Orthographie viel phonetischer als die neuenglische. So wurden z. B. alle geschriebenen Konsonanten auch ausgesprochen, während heute Buchstaben wie das l in walking stumm sind.)

Alle langen Vokale, mit Ausnahme des /i:/ (im Mittelenglischen ähnlich dem ee in need ausgesprochen) und des /u:/ (wie oo in food), wurden gehoben, d. h., der Kiefer befindet sich bei der Artikulation in einer höheren Position. Das /i:/, das von der höchstmöglichen Kieferstellung aus artikuliert wird, wurde zu „ah-ee” diphthongiert, das /u:/ zu „ee-oo”.

Die Vokalverschiebung, die auch heute noch weiterwirkt, ist dafür verantwortlich, dass im Englischen die Buchstaben a, e, i, o und u anders als in den meisten anderen westeuropäischen Sprachen ausgesprochen werden.

Aus diesen und anderen Lautverschiebungen lässt sich ermitteln, wann ein Wort aus einer anderen Sprache entlehnt wurde.

Man sieht bspw., daß das altfranzösische Wort dame vor der Vokalverschiebung übernommen wurde, da sich sein ursprünglicher Vokal /a:/ wie in calm zuerst zum mittelenglischen /e:/ und dann weiter zum Diphthong /ei/ wie in name verschoben hat.

5. Die neuenglische Periode, seit 1500 n.Chr.

In der frühen Phase des Neuenglischen nahm der Wortschatz stark zu.

Zum einen hatte das Englische eine große Freiheit im Gebrauch der Wortarten erlangt, d. h., eine Wortart konnte die Funktion einer anderen übernehmen.

Außerdem entlehnte es (aufgrund des wiedererwachte Interesse während der Renaissancezeit) immer mehr Wörter aus dem Lateinischen und Griechischen.

Andere Wörter wurden von englischen Reisenden und Kaufleuten von ihren Reisen nach Europa mitgebracht. Insgesamt entlehnte das Neuenglische während seiner Entwicklung Wörter aus mehr als 50 Sprachen.

Im späten 17. und während des 18. Jahrhunderts traten wichtige Veränderungen in der Grammatik auf. Zu dieser Zeit wurden die verbindlichen Regeln der englischen Grammatik festgelegt.

Das Pronomen its ersetzte die Genitivform his; letztere wurde noch von den Übersetzern der unter König Jakob entstandenen englischen Bibelversion von 1611 ausnahmslos gebraucht.

Die progressiven Formen der Zeiten des Verbs bildeten sich heraus:

Ausgangspunkt war das Partizip, das jetzt zusammen mit der vorangestellten Präposition on als Substantiv verwendet werden konnte. Anschließend schwächte sich die Präposition zu a ab und verschwand schließlich ganz; schließlich blieb nur die einfache -ing-Form des Verbs in Gebrauch. Nach dem 18. Jahrhundert fand dieser Vorgang seinen Höhepunkt in der progressiven Form des Passivs, z. B. „The job is being done”.

Die wichtigsten Veränderungen, die während dieser Zeit begannen und sich ohne Unterbrechung bis heute fortsetzten, betrafen den Wortschatz.

Im Rahmen der Expansionsbestrebungen in den Kolonien fanden zahlreiche neue Wörter Eingang in die englische Sprache. Von den in Nordamerika beheimateten Indianerstämmen kamen die Wörter raccoon und wigwam, aus Peru llama und quinine, von den Westindischen Inseln barbecue und cannibal, aus Afrika chimpanzee und zebra, aus Indien bandanna, curry und punch und aus Australien kangaroo und boomerang.

Darüber hinaus entstanden Tausende von naturwissenschaftlichen Begriffen für neue Ideen, Entdeckungen und Erfindungen.

Viele dieser Termini sind von griechischen und lateinischen Wurzeln abgeleitet, z. B. neutron, penicillin und supersonic Andere wurden aus modernen Sprachen entlehnt, z. B. blitzkrieg aus dem Deutschen, sputnik aus dem Russischen.